Boxen

Boxen ist seit 1904 Olympische Disziplin und wurde schon in Griechenland der Antike als sportlichen Zweikampf betrieben. Damals wurden die Fäuste zum Schutz mit Lederriemen bandagiert. Die Offiziellen Queensberry Regeln, die das Boxen mit Handschuhen regeln wurden 1892 eingeführt. Boxen wird als sportlicher Wettkampf innerhalb Gewichtsklassen bestritten. Erlaubt sind nur Schläge mit geschlossener Faust oberhalb der Gürtelinie. Jegliche Art von Tritte oder Schläge mit der Innenhand sind verboten.

Boxen läßt sich in Amateur und Profiboxen unterscheiden. Beim Amateurboxen ist das tragen von Kopfschutz und ärmelosen T-Shirts Pflicht. Die Anzahl der 3 minütigen Runden ist normalerweise auf 3 beschränkt. Gezählt werden die Treffer der Boxer auf die gültigen Trefferstellen um den Sieger zu ermitteln.Im Profiboxen hingegen werden die einzelnen Runden von den Kampfrichtern bewertet. Bei dem 10 point System bekommt der Gewinner der Runder 10 Punkte der Verlierer 9. Falls der Verlierer während der Runde zu Boden mußte wird in der Regel nochmals ein Punkt abgezogen.Für Fouls können ebenfalls Punkte abgezogen werden. Die Anzahl der Runden im Profisport kann frei festgelegt werden.

In den meisten Selbstverteidigungsystemen spielen die Faustschläge aus dem Boxen die Hauptrolle. Durch die überschaubare Anzahl der Techniken, die dafür immer wieder im Sparring gegen eine Gegener geübt werden, sind die Faustschläge des Boxsport sehr gut zur Selbstverteidigung geeignet.

Ein typische Boxtraining umfasst normalerweise ein kurzes Aufwärmtraining meist mit Seilspringen oder Laufen. Im Hauptteil des Trainings werden dann die Boxtechniken im Partnertraining oder an den Schlagpolstern(Pratzen) geübt. Zum Schluß des Trainings können dann im Sparring oder spezifischen Training die Techniken realitätsnah geübt werden.